Unsere Löwen trennen sich am Sonntagnachmittag im heimischen Löwen Sportpark mit 1:1 vom VfR Sölde. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Yassir Mhani uns kurz nach Wiederanpfiff in Führung. Sölde gelang eine Viertelstunde vor Schluss der Ausgleich, ehe wir die Schlussphase nach einer Roten Karte in Unterzahl bestreiten mussten.

Die erste Halbzeit verlief aus Löwensicht alles andere als optimal. Beide Mannschaften arbeiteten viel mit langen Bällen, ein wirklicher Spielfluss kam dadurch nur selten zustande. Die Gäste aus Sölde hatten dabei die besseren Möglichkeiten. Dass es nach 45 Minuten noch 0:0 stand, war für uns durchaus glücklich.
Nach der Pause zeigte sich dann ein anderes Bild. Trainer Christian Hampel reagierte, stellte im Zentrum um, zog Boris etwas weiter zurück und beorderte Nico auf die Zehn. Die Veränderungen machten sich bemerkbar und wir fanden deutlich besser in die Partie.
In der 50. Spielminute folgte die Belohnung: Yassir Mhani brachte die Löwen mit seinem Treffer zum 1:0 in Führung. In der Folge boten sich uns einige Umschaltsituationen, die wir allerdings nicht konsequent genug ausspielten. Defensiv bekamen wir die langen Bälle der Gäste zunehmend besser verteidigt.
Sölde gleicht nach Ecke aus
In der 75. Minute fiel dann dennoch der Ausgleich. Nach einer Ecke war Patrick Johann am kurzen Pfosten zur Stelle und traf aus kurzer Distanz zum 1:1.
Nur drei Minuten später der nächste Rückschlag: El Hadji Kebe sah in der 78. Spielminute die Rote Karte, sodass wir die Schlussphase in Unterzahl bestreiten mussten. Weitere Treffer fielen nicht mehr und am Ende blieb es bei der Punkteteilung.
Christian Hampel: „Am Ende sollten wir den Punkt mitnehmen“
Trainer Christian Hampel zeigte sich nach der Partie vor allem mit der ersten Halbzeit unzufrieden:
„Die erste Halbzeit war kein gutes Spiel von uns. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn Sölde dort mit 1:0 in Führung geht.“
Auch die aktuelle Personalsituation habe Einfluss auf die Spielweise gehabt. Gerade im zentralen Mittelfeld fehlen den Löwen derzeit mehrere Optionen.
„Uns sind in den vergangenen Wochen alle Sechser weggebrochen. Deshalb haben wir uns entschieden, ebenfalls mehr mit langen Bällen zu arbeiten. Das haben wir aber nicht wirklich gut umgesetzt.“
Mit den Anpassungen zur zweiten Halbzeit sei seine Mannschaft anschließend besser ins Spiel gekommen. Besonders ärgerlich war aus Hampels Sicht die Entstehung des Gegentreffers:
„Bei der Ecke pennen wir einfach. Wir lassen Patrick Johann am kurzen Pfosten alleine stehen und keiner geht konsequent hin. So ein Tor darfst du nicht bekommen.“
Zur Roten Karte wollte sich unser Trainer nach der Partie nicht weiter äußern. Stattdessen richtet sich der Blick nach vorne:
„Am Ende des Tages sollten wir den Punkt mitnehmen. Es ist aktuell keine gute Phase und wir hoffen, dass jetzt ein paar Jungs zurückkommen.“
Damit nehmen wir einen Punkt gegen den bisherigen Tabellenzweiten mit. In der kommenden Woche wartet eine richtig schwere Aufgabe: Dann sind unsere Löwen beim bislang verlustpunktfreien Rot-Weiß Unna zu Gast.