Wir müssen uns auswärts beim TuS Germania Lohauserholz-Daberg mit 1:2 geschlagen geben. In einer insgesamt chancenarmen Partie sorgen vor allem die Unterzahl kurz vor der Pause sowie ein früher Gegentreffer nach Wiederanpfiff für die Entscheidung.

Wir starteten ordentlich in die Partie und konnten uns in der 28. Spielminute belohnen. Nach einer schön herausgespielten Aktion war es Boris Lionel Mouth Okong, der zur 0:1-Führung traf. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten beide Mannschaften nur wenige Torchancen, neutralisierten sich weitgehend und agierten defensiv stabil.
Nur wenige Minuten nach der Führung mussten wir verletzungsbedingt wechseln. Viktor Schumacher konnte aufgrund von Problemen in der Leiste nicht weiterspielen und wurde in der 31. Minute durch Yassin Nfaoui ersetzt.
Der Ausgleich fiel in der 39. Spielminute durch Nico Joel Reinhard – ebenfalls eher aus dem Nichts. Kurz vor dem Halbzeitpfiff folgte dann die entscheidende Szene der ersten Hälfte: Robin Schepp sah die Gelb-Rote Karte und musste noch vor der Pause vom Platz. So gingen wir mit einem 1:1 und in Unterzahl in die Kabine.
Direkt nach dem Wiederanpfiff wurden wir kalt erwischt. In der 46. Spielminute führte ein Fehlpass zum 2:1 für die Gastgeber, der die Partie letztlich entschied. Trotz Unterzahl zeigten wir Moral und hielten das Spiel lange offen, mussten in der Schlussphase jedoch mehr Risiko gehen und ließen dadurch einige Kontermöglichkeiten zu.
Unser Trainer Christian Hampel zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht:
„Heute war es äußerst unglücklich und aus meiner Sicht eine völlig unnötige Niederlage. Die erste Halbzeit war ein ausgeglichenes Spiel mit sehr wenigen Torchancen. Beide Mannschaften haben sich weitestgehend neutralisiert. Wir machen aus unserer ersten Chance das 0:1, das war sehr schön herausgespielt. Aber bis dahin war auch nicht viel los. Genauso unglücklich bekommen wir dann das 1:1. Das Unentschieden zur Pause war leistungsgerecht.“
Zur Gelb-Roten Karte sagte er:
„Die Gelb-Rote Karte war aus meiner Sicht überflüssig und auch unglücklich. Vor dem Foul von Robin wurde Yassin in einer Situation klar gefoult, das muss man pfeifen. Dann entsteht die Szene so gar nicht.“
Der frühe Gegentreffer nach der Pause ärgerte ihn besonders:
„Du kommst aus der Halbzeit, nimmst dir viel vor und spielst dann einen katastrophalen Fehlpass, der direkt zum 2:1 führt.“
Trotz Unterzahl sah er auch positive Ansätze:
„In der zweiten Halbzeit haben wir es in Unterzahl relativ gut gemacht. Klar haben wir hintenraus ein paar Konter zugelassen, aber wir mussten auch volles Risiko gehen.“
Ein Problem, das uns aktuell begleitet, wurde erneut deutlich:
„Was uns schon seit Wochen begleitet, hat man heute wieder gesehen: Uns fehlt ein gelernter Stürmer. Das merkt man in den Laufwegen und im Verhalten im Strafraum. Das fehlt uns aktuell Woche für Woche.“
Am Ende steht eine bittere Niederlage, die aus unserer Sicht vermeidbar gewesen wäre. Trotz kämpferischer Leistung in Unterzahl fehlte uns die nötige Durchschlagskraft, um das Spiel noch einmal zu drehen.